Wie ich 5 Monate mit Low Budget auskam

Was macht man, wenn das Geld frühzeitig knapp wird? In meinem Fall habe ich mit Low Budget zur Wintersaison in Chile gestartet und wollte eigentlich die ganze Saison arbeiten.. Doch es kam anders…

2.000 Eur hatte ich zum überleben für die ersten Monate eingeplant. Denn: Wenn ich im den Sommer im Deutschland schon gegen Schnee und Kälte in Chile eintausche, kann ich die Saison auch arbeiten. Mein Spanisch hat aber nicht die gewünschten Fortschritte gemacht und generell war Chile ziemlich teuer. Da vermisse ich doch die 5 EUR Hostels, denn in Santiago startete alles ab 10 EUR die Nacht.

Rund 500 EUR gingen schon für einen 3-wöchigen Sprachkurs drauf, der mir im nachhinein nicht so viel gebracht hat, wie ich gehofft hatte. Chile ist nicht das beste Land um Spanisch zu sprechen! Sie sprechen schnell, undeutlich, lassen ein T oder ein S im Wort weg und sprechen einfach „Chilenisch“

Ich fand aber schnell eine Arbeitsstelle, jedoch eher für die Sommersaison ab November! Und es war erst Ende Juni! Mit Verpflegung, Sprachschule und Unterkunft gingen da in den ersten 5 Wochen schon 1.000 Eur drauf. So oder so hatte ich bis September mit meinem Geld auszukommen, denn mein „Security Flight“ flog erst dann.

Was tun wenn das Geld knapp wird?

Nun man kann natürlich an erster Stelle versuchen, seine Familie oder Freunde zu fragen. Aber das ist ja nicht der Plan. Zweite Möglichkeit: RAUS AUS CHILE

Mein Bus nach Peru ging , sobald ich meine Chilenische ID Karte in der Hand hielt. Mehr über meine Zeit in Peru hier und hier. Peru war schon seehr viel günstiger als Chile. Die Hostels haben rund 8 EUR gekostet, Essen konnte man sehr günstig in den localen Märkten kaufen. Dann natürlich Volunteering! Denn das teuerste am Reisen ist wohl die Unterkunft. 5 Stunden am Tag für freies Frühstück und freie Unterkunft kann man meistens einräumen. Zwar ist die Gefahr sehr groß, dass man länger an einem Ort bleibt, da die meistens Hostels dich für mindestens 2 Wochen haben möchten, aber langsames Reisen ist  auch sehr angenehm. Wenn man eh viel Zeit hat, dann stört es nicht weiter.sacred-valley-13

Neben den Hostels habe ich 5 Wochen auch in einem Research Center in Cusco gearbeitet und sparrte soviel, dass das Geld für Macchu Picchu drin war. Ganz klar, wenn man viel arbeitet, fühlt man sich nicht mehr wirklich wie ein Reisender und die kleinen Momemte, wie ein Ausflug zur Inkastadt, fühlen sich einfach unglaublich gut an. Denn dafür ist man ja auch unterwegs oder nicht?

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Aber nachdem ich 7 Wochen in Peru gearbeitet habe, wollte ich ein Wochenende mal ausspannen und das tat ich auch in Puno und in Copacabana in Bolivien. Dann ging es weiter nach La Paz, wo ich zwei Wochen als Bartender im LOKI HOSTEL gearbeitet habe.

LOKI LOKI LOKI!!!

Loki Loki Loki! Hat mich die ersten zwei Tage so begeistert, dass ich zwei Wochen als Bartender da blieb und ich über 100 EUR in drei Tagen ausgeben habe. Nur an Alkohol, Unterkunft und Essen. Und dsc_0661-2Bolivien ist super günstig! Wer sich mal in Cusco und La Paz auffällt, sollte dieses Hostel nicht missen. Loki ist ein reines Party Hostel mit eigenem Shot und eigenem Slang.

Zu einem „Bloodbomb“ wurde immer ein „LOKI LOKI LOKI – HOY HOY HOY“ gerufen. Ein Bloodbomb ist ähnlich zu Jägerbomb. Das Longdrinkglas wird zur Hälfte mit Energy gefüllt. Ein Vodka Shotglas mit einem Schuss Grenadine wird in das Longdrink niedergelassen und dann geht es ans trinken. Nach dem „Prost“ versteht sich. Da ich jeden Tag mit Alkohol, betrunken Menschen und Party umgeben war, habe ich in der Zeit leider gar nichts gesparrt. Dafür aber eine Menge Spaß und eine Bronchitis gehabt.

 

Das hat mir trotzdem so gut gefallen, dass ich zurück in Cusco nochmal zwei Wochen im Loki Hostel gearbeitet habe. Neben den Bloodbombs, Gaybombs (mit Saft, anstelle von Energy) und Miabombs (ursprung von der kleinen Tochter des Inhabers, Alkoholfrei) gab es noch die leckeren, gefährlichen Gliders. Ein Shot, mixed mit Baileys, Kahlua und Vodka. Einfach super Lecker!

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Trampen, sicherer als man denkt!

Ab Arequipa musste ich aber wieder sparen, denn ich war auch nicht mehr alleine unterwegs. Also probierte ich Trampen aus. Die Zeit verging so schnell, dass es schon wieder in Richtung Santiago ging, um bald zu arbeiten und das Loch in meinem Port monet zu füllen. Das Trampen hat einiges gesparrt! Immerhin sind es 2400 km zu überbrücken und auch wenn die Busse günstig sind, wären es für die Strecke immernoch rund um die 80 Eur.

Zusammenfassung Sparen

  • Volunteerings für die Unterkunft und teilweise Essen (Seiten wie Workaway oder Worldbackpackers schaffen abhilfe)
  • Trampen für den Weg
  • Küche der Hostels nutzen ggf. gemeinsam kochen (Kein günstiges Streetfood!)
  • Alkohol, Partys überwiegend vermeiden
  • Couchsurfing

Hat euch mein Beitrag gefallen? Meinung und Ergänzungen lassen sich gerne in den Kommentaren sehen. 🙂 

1 Kommentar

  1. Toller Artikel. Auf Reisen finde ich das Thema Geld schon mehr als wichtig, denn da kann es doch schnell zu Problemen kommen.

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