Warum Taiwan meine große Liebe ist…

Was macht man, wenn man in einer Krise steckt und einfach schnell woanders hin will? Man fliegt nach Asien.

Mein erspartes Geld ging für einen Last Minute Flug nach Taipeh drauf.  Genau diese Liebe brauchte ich von diesem Land jetzt. Weit weg aus der aktuellen Situation um mit mir selbst wieder im klaren zu kommen. Taipeh eignete für mich persönlich perfekt, da ich den Zauber schon kannte. Zwar nur eine Woche „Urlaub“, aber das war mir egal.

Taiwan 2.o

Sofort, als ich den Flughafen verlassen habe, habe mich wie zuhause gefühlt. Vor allem als wäre ich nie weg gewesen. Nach meinem Check In im Boutique Hotel und einer schönen Dusche ging es erstmal wieder in die Stadt. Ich hatte nur eine Woche Zeit und es gibt noch soviel was ich sehen wollte.

In der Metro sprach mich ein kleines taiwanisches Mädchen auf Englisch an und wollte von mir wissen, was wir üblicherweise in Deutschland jeden Tag sagen. „Schönen guten Morgen“ habe ich ihr aufgeschrieben, auch wenn es persönlich für mich ein „fuck you“ wäre, was ich definitiv jeden Tag sage. Aber konnte ich ihr ja schlecht aufschreiben. Ich liebe dieses Land einfach.

Da ich nur eine Woche Zeit hatte und zum Glück sehr viel schon kannte, hatte ich doch einen strikten Ablauf.

Mit dem HSR zum Südpunkt Taiwans

Einen kompletten Tag verbrachte ich in Kaohsiung. Aufgepasst! Außerhalb Taipehs spricht keiner mehr Englisch. Mit einem Bus sollte es für mich weiter nach Fo Guang Shan gehen, damit ich das Buddha Memorial Center besuchen konnte. Gott sei Dank war ich in Asien und alles ist Plakatiert. Der Bus mit dem „Buddha Memorial Center“ Bild sollte also der Richtige sein. Ich bin gut eine halbe Stunde mit dem Bus gefahren und es hat angefangen zu regnen! Wie aus Eimern. Scheiße. Ich in kurzer Hose und T-Shirt hab mir auf dem Gelände erstmal schön den Arsch abgefroren. Und natürlich in den Klimatisierten Gebäuden. Aber es hat irgendwann auch wieder aufgehört.

Buddha Memorial Center

Wenn ich ehrlich bin, stand ich mehr als einmal an dem Tag den Tränen nahe. Ob ich mir die Geschichte von Buddha angeschaut habe, durch Museen gelaufen bin oder die Tempel besucht habe. Die Spiritualität, die Liebe der Menschen zu Buddha war überall zu spüren und nahm dich sofort mit. Der Höhepunkt war im goldenen Schrein. Ich hab meine ersten Dharma Worte bekommen und als ich den kleinen Zettel von dem Mönch überreicht bekommen hatte, konnte ich mich nicht mehr halten. Ich wollte auf die Toilette um zu weinen, weil es so oder so nicht aufhaltbar war, aber die Putzfrau war gerade da und hat sie gesperrt! Also saß ich neben anderen warteten vor den Toiletten und weinte so leise wie möglich. Ich konnte nicht aufhören, es floss einfach raus.

Ich war nicht traurig oder bedrückt, nein im Gegenteil. Ich war berührt und glücklich. War vollkommen gefangen in der Materie.

buddha-memorial-center

Am nächsten Tag war ich schon zurück in Taipeh und lief durch die Stadt mit der derzeitigen Freundin von einem guten Freund von mir. Sie kam aus Taipeh und führte mich durch die Nightmärkte, zeigte mir die U-Bike Stationen und radelte mit mir durch die Stadt. Inkl. Fußmassage, taiwanisches Essen und Bitter Melone Getränke.

Ich probierte auch das Kino aus, weil Transformers 4 gerade in den K ino’s anlief und ich nicht warten wollte bis ich wieder zuhause bin. Der Film war in OV mit Chinesischem Untertitel. Die Werbung war komplett typisch asiatisch. Laut, Bunt, quirlig und total übertrieben.

Beitou & Xinbeitou

An meinem letzten Abend bin ich mir der Metro ganz in den Norden gefahren. Hab einen Stop in Beitou und Xinbeitou gemacht. Xinbeitou (Alt-Beitou) verkörpert das Schöne im Unschönen. Durch die ganze Stadt floss ein Hotspring-Quellfluss und war umgeben von Grün und Park. Aber wenn man aus dem Park kommt, ist alles heruntergekommen. Die Häuser, die Straßen und die Menschen sind sehr arm.

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Was ich, natürlich, richtig klasse fand, war die deutsche Flagge an einem Museum gemalt. Da ich direkt nach der gewonnenen WM rüber geflogen bin.

Sonnenuntergang am nördlichsten Punkt der Insel

Dann ging es noch weiter nach Tamsui (Danshui ausgesprochen) zum Meer, wo ich mit dem Boot rüber nach Bali gefahren bin. Eine kleine Insel um den Sonnenuntergang zu sehen. Es war ein traumhaftschöner Ort. Photoshootings wurden am Meer gemacht, und zum Sonnenuntergang sind Pferde am Strand gelaufen. Der perfekte letzte Abend und ich wollte wieder nicht zurück in die Realität.

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Wart ihr schonmal in Taiwan? Liebt ihr es auch so wie ich? Ich würde gerne eure Sicht des Landes hören 🙂

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