Santiago de Chile – Die organisierte Millionenmetropole

Mein erster Eindruck von Chile: Sieht ja aus wie zuhause!

Und tatsächlich ist Santiago de Chile sehr gut organisiert und modern. Man findet sich einfach zu recht und die Metro ist perfekt zu den einzelnen Bezirken der Hauptstadt verknüpft… und die Stadt ist mit 37 Bezirken riesig!

Am Anfang bin ich durch die Bezirke überhaupt nicht durchgestiegen, aber man sagte mir, ich sei in Providencia. Mittel-westlich des Zentrums. Aber eigentlich auch noch im Zentrum. Der zentrale Bezirk ist Santiago. Wie passend. Dort wechselte ich später aufgrund meiner Sprachschule hin. Alle Bezirke zusammen bilden nicht, wie man annehmen würde Santiago de Chile, nein! Natürlich die Region „Metropolitiana.“

Ich meldete mich eine Woche nach meiner Ankunft bei einer Sprachschule an und erledigte den gesamten VISA Papierkram. Mein erstes Hindernis kam bereits an meiner Ankunft, dass ich mir mit einem 10.000 CLP Schein kein Wasser kaufen konnte. Da die Shell-Tankstelle für den Betrag von 600 CLP den Schein nicht wechselt. Zum Glück gab es einen Wasserspender im Hostel.

Frühstück ist inklusive??

Das war neu für mich. In Südamerika ist das Frühstück im Unterkunftspreis mit dabei. Aus Asien kannte ich das nicht. Da hat man sich den ganzen Tag von Streetfood ernährt.

Das Frühstück ist zwar nix besonders, aber als Backpacker reicht auch Brot mit Marmelade am Morgen. Auch stellen die meisten Hostals Küchen zum Kochen zur Verfügung. So kann man sich günstig auf der Straße einkaufen und ggf. mit anderen Backpackern kochen.

Leider ist es hier nicht so günstig wie ich dachte. Günstig für europäische Verhältnisse ja, aber teuer für Südamerika. Wäre ich in Chile geblieben, hätte ich mit meinem Startkapital von 2000 € wohl nach 2 Monaten nach Hause fliegen können.

Die letzten zwei Wochen arbeitete ich über Workaway in einem Hostal gegen Kost & Logis. Workaway bietet eine super Alternative, um die Kulturen und die Sprache des Landes besser zu verstehen und gleichzeitig eine Menge Geld zu sparen. Die Unterkünfte ziehen nämlich das meiste. Eine Mahlzeit ist auch immer dabei. Bei längeren Aufenthalten, zum Beispiel beim Farmstay ist es nicht unüblich, dass drei Mahlzeiten gestellt werden.

Was habe ich also 5 Wochen in Santiago gemacht?

Cerro San Cristobalimg-20160607-wa0008-2

Nachdem der ganze Papierkram durch war, startete ich meine erste Trekking Tour auf den Cerro San Cristobal. Man kann auch faul mit der Gondel hochfahren, aber darum geht es ja nicht. Der Berg ist von mehreren Punkten besteigbar. Ich sah nur die riesige Jesusstatue on Top und da wollte ich hin. Nach einer Stunde war ich auch oben und hatte einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Da Santiago in Mitten von Bergen liegt, wird es schnell smogig, da sich alles wie in ner Kuppel anstaut. Deswegen ist es am besten nach einem Regentag die Stadt von oben zu sehen. Was ein Glück, dass es erst geregnet hatte.

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Später bestieg ich den Berg noch von der anderen Seite und durchquerte einen japanischen Garten. Es besteht sogar die Möglichkeit im Sommer hier zu schwimmen. Nicht im japanischen Garten aber ein bisschen weiter auf dem Berg, befindet sich ein Schwimmbad.

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Santa Lucia

Cerro Santa Lucia ist ein kleiner Hügel mit einem Park und einer prachtvollen alten Kapelle und Schlossrückstände der Reconquista aus dem Jahre 1800. Hier kann man gemütlich durch den Park spazieren gehen und die Aussicht genießen. Oder man geht den Hügel bis zur Kapelle rauf und erhält einen schönen Blick auf den Stadtteil.

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Costanera Center

Das Costanera Center ist mit 300 Metern das höchste Gebäude in Südamerika. Klingt nicht hoch, man darf aber auch nicht vergessen, dass Südamerika ein erdbebenreicher Kontinent ist. Für knapp 10 € kann man mit dem Fahrstuhl bis an die Spitze fahren und einen Ausblick auf die Stadt erhaschen. Ansonsten findet man im Costanera Center alles was das Herz begehrt. Shopping, Elektronik, einen riesen Jumbo-Markt mit deutschen Importwaren uvm.

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Skigebiet Valle Nevado

Mit der Sprachschule machten wir einen Tagesausflug in die Skigebiete zum Valle Nevado. Hier kamen wir dem Schnee nahe und kälter wurde es auch. Aber auch wie immer: Traumhaftschöne Aussichten!

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Vino… Vino… más Vino!

Ich bin absolut kein Weintrinker. Vorallem kein Rotwein. Die Chilenen stellen aber den besten Rotwein in ganz Südamerika her. Und verdammt, der ist lecker! Die Rebsorte Carménère. Praktischerweise gibt es die gleich in einer 2L Flasche im Laden zu kaufen. Da der Spanischunterricht sehr frustierend sein konnte, kam die Flasche das ein oder andere Mal auf den Tisch. Praktisch täglich! 

Also ich bin begeistert von der Stadt und von Chile bis jetzt. Ich würde mich über eure Erfahrungen und ersten Eindrücken der Stadt sehr freuen. 🙂

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