Sacred Valley – Die versteckten Dörfer in den Anden

Könnt Ihr euch etwas unter dem Sacred Valley vorstellen? Ich konnte es nicht. Nach 5 Wochen kann ich euch aber einiges dazu erzählen.

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5 Wochen verbrachte ich im Sacred Valley. Geplant waren nur zwei, als Volunteer in einem Research Center spezialisiert auf Fotografie.

Als ich abends in Cusco ankam, bin ich sofort mit einem Collectivo in ein komplett unbekanntes Gebiet gefahren. Über eine Stunde fuhren wir durch verschiedene Orte an den Anden entlang.

Sarah if you pass Calca, call me. You have to drop off the next Station after. Called „Primero Stop Arin“ 

Aja. Hier gibt es aber keine offiziellen Haltestellen! Meine Mitfahrer quatschten nur „Baja, Baja“ zum Fahrer und dann wurden sie rausgelassen. Klasse. In Pisaq und Calca hat der Fahrer eine Ansage gemacht, aber sonst kam kein Mux. Nachdem wir Calca passiert hatten, brabbelte ich die Wörter nach, die mir vorher in den Mund gelegt wurden „Primero Stop Arin?“ – „Primero?“ „Si…“ Und dann kam nichts mehr. ca. 10 Minuten ließ er mich mitten im Nirgendwo raus. Kaum Licht, keine passierenden Autos nichts. Klasse. Aber wie versprochen wurde ich gleich mit dem Auto eingesammelt und wir fuhren noch weiter ins Nirgendwo. Ohne Licht. Also Autolicht, ja. Aber Laternen? Ne. Geschweigedenn eine annähernde Straße. Der „Weg“ bestannt nur aus Steinen und Kies. In der Residence wurde ich gleich von einem drolligen Pitbull in Empfang genommen. Sein Name: TuPac. „Wie der Rapper?“ – „Ne, der Name eines Inkalords“ Ahh…

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Das Sacred Valley

Als mir jemand das erste Mal vom Sacred Valley erzählt hat, konnte ich mir gar nichts darunter vorstellen. Das Sacred Valley besteht aus ca. 12 Kleinorten fern von der großen Inkastadt Cusco, verborgen in den Anden. Hier ist Ruhe und Frieden und Natur pur. Perfekt um nach einer Städtereise mal abzuschalten.

Jeder hat natürlich einen Plaza de Armas als Hauptplatz und eine Kirche. Die darf nie fehlen. Fehlen darf auch nicht ein großer Fruitmarket in den größeren Orten, wie Pisaq, Calca, Urubamba oder Ollantaytambo. 

Da vorbei zu gehen ohne etwas zu kaufen, ist praktisch unmöglich… und es ist super günstig. Deswegen habe ich beschlossen (und nach einer übergebungsreichen Nacht dank eines Hühnchen) erstmal auf Fleisch und Milchprodukte zu verzichten und eine „kleine“ Detox Smoothie Kur einzurichten. Gar kein Problem in Peru. Wo ich in Deutschland für das Obst und Gemüse sicherlich über 20 € ausgegeben hätte, habe ich dort für umgerechnet nicht mal 5 EUR bekommen. Also bin ich Veganerin geworden in der Zeit in Cusco und das tat mir echt gut!

Sobald ich aber in La Paz / Bolivien angekommen bin, hat sich das ganz schnell wieder geändert. Auf Fleisch zu verzichten, versuche ich aber weiterhin, was nicht einfach in Südamerika ist.

Pisaq

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Pisaq ist der erste große Anlaufpunkt von Cusco aus. Das Valley hat einen riiiiiiesigen Klamottenmarkt. handgemachte Ponchos, Touri-Shirts, Schals und und und.. Einen Schmuckmarkt und selbstgemachte Gegenstände aus Ton oder Holz oder Standard Souveniers findet man in den Zelten natürlich auch. Keine Sorge.

Außerdem ist Pisaq wohl DER Ort für Organic Food. Wusstet Ihr das Peru komplett GVO frei ist? Gesünder ernährt man sich kaum woanders.

Calca

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Calca ist relativ klein und hat gar nicht so viel zu bieten. Von hier kommt man ganz leicht nach Cusco oder Urubamba. Natürlich gibt es einen schönen Plaza de Armas und eine riesige Kirche. Achja und einen Fruitmarket.

Urubamba

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Urubamba ist schon größer. Von Calca fährt man mit dem Collectivo ungefähr 45 min dahin. Und das ganze kostet nur 1.5 Sol. Schön ist es dort schon. Es gibt leckere und günstige  Cafes, die viel zu bieten haben. Gute Ice Cream und natürlich einen Plaza de Armas? Klar. Und die Kirche gleich daneben. Der Foodmarket hier ist riesig! Und streckt sich nicht nur aus Baumobst, sondern auch DVD Verkauf, Plastik Stuff in jeglichen Formen, Getreideprodukten und und und. Wenn man irgendwas günstig braucht. Dann hier. Ansonsten kann man hier auch mit einem Hike und einer Zipline durch die Berge düsen. Urubamba ist der Anlaufpunkt, wenn man nach Moray oder Ollantaytambo möchte.

Ollantaytambo oder Ollanta?

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Nun, beides ist richtig. Die Collectivoschreier sind nur zu faul immer Ollantaytambo zu rufen. Deswegen fragen sich dich teilweise einfach „Ollanta???“ Ist das selbe. Das Collectivo lässt dich natürlich wo raus? Richtig. Am Plaza de Armas. Anders aber, als die anderen Orte ist Ollantaytambo sehr touristisch. Cafes, die mit einem schönen Blick auf den Plazas werben und gutem Wifi. Einen Klamottenmarkt, wo jeder Shop dem anderen ähnelt und natürlich die Ruinen. Ich habe die Ruinen nicht besucht, aber trotzdem gesehen. Es gibt da nämlich einen schönen Platz, wo man die Ruinen kostenfrei sehen kann. Dafür gibt es noch n extra Post. Ich hab übrigens gelesen, dass manche Menschen hier auch den Trekk nach Agua Calientes für Machu Picchu starten. Verrückt.

Neben den großen gibt es noch Coray, wo man überall an den Straßen Meerschweinchen essen kann. Die werden fertig gebraten am Stock schon angepriesen. Fand ich einfach nur abartig.

Soweit habe ich glaube alles gesagt. Ich hoffe Cuscobesucher haben das Sacred Valley nicht ausgelassen! Es ist ein schönes und ruhiges Gebiet um von der Großstadt Cusco mal abzuschalten. Natürlich sind Kommentare, Meinungen und Stories wieder sehr willkommen. 🙂

 

 

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