Mui Ne & Da Lat: Zwischen Meer und Zoo

Habt Ihr euch auch mal gefragt, wie sich die Tiere in den Zoo’s wohl fühlen müssen, wenn wir unsere Nasen an die Scheiben pressen und Fotos schießen? Ich weiß es jetzt.

Mit dem Overnightbus ging es für mich weiter von Saigon nach Mui Ne. Definitiv nicht so schlimm, wie man annehmen mag. Die „Betten“ sind ausreichend lang und die Rückenlehne noch verstellbar. Zudem ist die Konstruktion innerhalb des Busses schon sehr interessant und super bequem.

Also über Mui Ne habe ich nicht viel zu berichten

Ein relativ kleiner Ort und sehr russisch vertreten, aber schön. Hier kann man günstig ein Dorm direkt am Meer schießen. Gerne wäre ich ein oder zwei Tage länger geblieben, aber es sollte nicht sein.

Am Strand werden Kite Surfing Kurse angeboten. Es gibt ein, zwei sehr nette Restaurants und Bars mit Live Musik. Groß was unternommen habe ich in Mui Ne aber nicht.

Und dann ging es weiter nach Da Lat

Viele haben mir gesagt, dass Da Lat einfach super schön ist. Ich konnte dem leider nicht empfinden. Dazu später mehr.

Erstmal das wichtigste.
Man kann viel machen, wie z.B. Canyoing. Ich weiß auch, dass viele mit dem Scooter zu den Wasserfällen gefahren sind.

An sich ist die Stadt schon recht schön. In der Mitte gibt es einen großen See und einen schönen Park und einer tollen Kirche. Tagsüber und abends gibt einen großen Markt, wo man viele selbstgemachte Souvenirs kaufen kann. Von Namen auf Reiskörnern in einer Kette, zu gehäkelten Schlüsselanhängern oder Selbstgestrickten Klamotten. Es ist für jeden was dabei. Sandwiches gefüllt mit Soße und Mettkugeln oder eine Art Gemüsecrepes in Zeitungpapier eingerollt findet man dort auch. In Da Lat habe ich wohl auch meinen besten und günstigsten Kaffee bekommen. 10.000 Dong (ca. 0,50 EUR) für eine Tasse Kaffee plus gratis schwarzen Tee. Das Café ist ein bisschen versteckt weiter nördlich der Stadt.

da-lat

Meine Erlebnisse

Was mich relativ schnell gestört hat, dass die Leute dort so frech waren und einfach ungefragt Fotos von mir gemacht haben. Ob in einem Café oder beim Spaziergang. Mir wurde einfach die Kamera ins Gesicht gehalten und abgedrückt. In dem Café hat die Familie, einen Tisch vor unserem, so getan als würden Sie ein Selfie machen und uns dabei fotografiert. Ich habe das Bild dann auf deren Handy gesehen und sie gebeten, dass wieder zu löschen. Sie machten mich nur nach und lachten und ignorierten uns. Da muss ich sagen, war der Tag für mich gelaufen.

Ich glaube zu dem Zeitpunkt war ich aber auch überreif. 6 Wochen sind für manche keine Zeit, aber nach Koh Tao fiel es mir doch schwer strahlend weiter zu ziehen. Gerade, wenn man wegen den Fotos so belästigt wird. Es ist kein Scheiß.

Die zweit – liebste Story zum erzählen

Nach meinem Tempel- und Kirchengang an meinem letzten Tag ging ich im Park spazieren und legte mich irgendwohin wo es ruhig und schön war um die Gedanken schweifen zu lassen. Eigentlich wollte ich erst einen anderen Platz nehmen, aber da war ein älterer Mann der in die Büsche pinkelte. Das Zumindest dachte ich das. Ich dachte da jedenfalls kein gutes Gefühl.

Als ich über meine Finanzen zurück in Deutschland nachdachte und da so rum lag in meiner kurzen Shorts und T-shirt, spürte ich, dass ich beobachtet werde. Ich machte die Augen auf und sah den gleichen alten Mann von vorhin mich anstarren. Und sich dabei einen runterholen!

Ich dachte ich guck nicht richtig und wollte es auch gar nicht! Wie pervers ist das denn bitte? Im öffentlichen Park! Sofort stand ich auf und ging einfach weg und er folgte mir. Aber langsam. Zurück zur Straße ging ich wieder unter Leute und musste den Anblick erstmal verdauen. Dabei ging ich zurück zu meinem Hostel, da es auch schon spät wurde. Zum Glück ging es weiter nach Hoi Anh!

Ich hoffe Ihr hattet schönere Erlebnisse in Da Lat? Oder spannendere in Mui Ne? Lasst es einfach in den Kommentaren. Ich freue mich eure Stories zu lesen.

1 Kommentar

  1. Thomas sagt: Antworten

    Das macht doch Wanderlust …

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