Japan: In 7 Tagen durch Osaka, Kyoto & Tokyo

Japan war immer mein größter Traum. Also ging es über Silvester für 7 Tage ins heilige Land. 7 Tage – 3 Städte. Rush pur, aber geil!

Ich machte mich mit einem Freund los und erkundete in 7 Tagen das traditionelle, moderne Land. Wir flogen über Neujahr nach Japan um Silvester an einem Tempel zu verbringen. In Osaka war es doch recht frisch, gleich unseren Temperaturen in Deutschland. Wenn nicht kälter, da wir ja aktuell fast Frühlingstemperaturen im Dezember haben.

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Wir haben noch eine Freundin aus Taiwan getroffen und machten uns erstmal auf den Weg um die Stadt zu erkunden.

1 Stop: Osaka!

Angefangen natürlich bei dem Essen, gab es alles durch:

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Eine Art Pfannenkuchen-Omlett mit Gemüse und Fleisch bzw Shrimps.

 

 

 

 

 

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Tradition

Helle Ramen, die dürfen bei einem Besuch in Japan ja nicht fehlen.

 

 

 

 

 

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Teigkugeln gefüllt mit Oktopus.

On Top die verschiedensten Soßen

Und alles einfach super lecker.

 

 

Silvester

Silvester am Tempel zu verbringen, war eine ganz neue Erfahrung.

Eine Art Kirmes war auf der Anlage aufgebaut. Überall Glückslose für das nächste Jahr, Entenangeln für die Kinder, sonstige Glückbringer für das nächste Jahr und natürlich überall Streetfood. Da die ersten 108 Leute die Glocke zum Neujahr schlagen dürfen, hat sich bereits einige Stunden vorher eine lange Schlange gebildet. Wir genossen einfach diese schöne Atmosphäre am Tempel. Eine halbe Stunde bevor die Glocke zwölf schlug, bildeten alle eine Schlange zum warmen Reisgebräu. Natürlich umsonst. Und dann war es soweit, es wurde zwölf und es passierte… Nichts!

Wir und ein paar japanische Jugendliche haben den Countdown gezählt und mussten verdutzt feststellen, dass sich kaum jemand ein neues Jahr wünschte, sondern alle erstmal zum Tempel hetzten um zu beten und das neue Jahr zu empfangen. Es war ein stilles neues Jahr ohne Feuerwerk aber sehr spirituell. Ich kaufte mir ein Glückslos für das nächste Jahr um die Bräuche zu teilen und ließ mir von den Jugendlichen erklären, was da auf meinem Zettel stand. Dann schrieb ich meinen Namen drauf und knotete ihn an ein Seil.  Für unterwegs gab es ein Teiggepäck in Form eines Fisches gefüllt mit Roten Bohnen. Das war es dann auch mit Silvester.

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Osaka bei Nacht vom Tsutenkaku

Kyoto war anders. Stop 2.2016-01-02 18.58.09_s

Nach dem wir mit dem JR Pass innerhalb einer Stunde in Kyoto waren, haben wir unser Ryokan
aufgesucht. Im vollen Bus Richtung Touristenzentrum. Ein sehr kleines undgemütliches Hostel im traditionellen Stil.

Der Raum war nicht sonderlich groß. Es reichte gerade mal um sich gerade hinzulegen, aber selbst dann spürte man schon, die Wand am Kopf und an den Füßen. Wir hatten wohl zu spät gebucht…

Natürlich haben wir uns für einen Tag auch einen Kimono geliehen und sind damit zum Tempel gegangen und hatten einen schönen Sonnenuntergang vor uns. Das ganze kostet um die 50 – 60 €. Darin enthalten sind:kimono-japan

Kimono, Seidenlage unter dem Kimono, Die Bauchbandage, Das Glöckchen und Band, Jacke, Tasche, Schuhe und das Ankleiden durch die Damen.

Wahlweise können die Frauen sich auch die Haare machen lassen. Ich hab das ganze Paket genommen! Das war schon immer ein Traum einen Kimono in Japan anzuhaben. Einen echten!

Das Gehen war erst ungewohnt mit den kleinen Schritten, aber man gewöhnte sich schnell daran.

Shinto Shrine

Da für mich das Trekking nicht fehlen darf, machten wir uns am nächsten Tag zum Tempel auf, der einen „kommerziellen“ und „natürlichen“ Trekkingweg enthielt. Wir entschieden uns für den natürlichen durch den Wald. Es war überwiegend alles ausgeschildert. Aber wir verirrten uns immer wieder an kleine verirrte Orte, die ein wenig abgeschieden vom Weg waren. Irgendwann haben wir es aber auch on Top geschafft. Da muss ich sagen, der Weg ist das Ziel. Die Mühen waren es nicht wirklich wert, weil man vieles unterwegs schon gesehen hat. Aber der Ausblick war schön. Und es gab ein kleines Teehäuschen, indem wir uns auch erstmal ausruhten.

Shinto Shrine

Hey Alice! You are in Tokyo!

Am nächsten Tag ging es schon ins aufregende Tokyo! Und das war es. Vom ersten Moment an! Wir sind aus dem Bahnhof raus und ich persönlich fühlte mich wie Alice im Wunderland. Man ist im Vergleich zu den ganzen LED Hochhäusern soooo klein! Es ist alles bunt, alles leuchtet und überall ist was los. Wahnsinn. Wir waren aber doch recht platt und haben schnell unser Kapselhotel aufgesucht. Das war natürlich auch ein Muss in Tokio. Und ich muss sagen, dass kann man sich auch für eine längere Zeit antun. Mitunter eines der saubersten Unterkünften für einen günstigen Preis. + Du bekommst eine Zahnbürste, -pasta, Rasierer und einen Duschschwamm dazu. Neben dem Handtuch, versteht sich. Obendrein lässt es sich da wirklich gut schlafen.

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An unserem letzten ganzen Tag sind wir eigentlich nur durch die Stadt gelaufen. Um den Sonnenuntergang vom Tokio Tower noch zu sehen, mussten wir uns ganz schön ranhalten, aber wir haben es geschafft! Ein toller Ausblick auf die Stadt, auch wenn die Fahrt bis an die Spitze doch sehr wackelig war.

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Wer mal den Anime „Elfenlied“ gesehen hat, der kann sich bestimmt an die Szene erinnern, wo Nana versucht hat sich was süßes zu essen zu kaufen und die dafür eine 500 YEN haben wollten, aber Nana dachte Sie hätte diese Münze nicht. Wir haben so einen ähnlichen Stand gefunden, der mich sofort an die Szene erinnert hat und natürlich wollte ich mir eine süße, gefüllte Teigrolle auch besorgen. Für ein bisschen mehr als 500 YEN.

Shibuya und Hachiko

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Danach sind wir noch zur Shibuya Kreuzung gegangen, wo auch das Denkmal von „Hachiko“ steht.

Wenn euch der Name nichts sagt, schaut euch den Film an! Mit Richard Gere in der Hauptrolle, sehr traurig und sehr zu empfehlen. Es handelt um eine Freundschaft zwischen Hund und Menschen und eine Treue die ein Hundelebenlang bestehen bleibt.

 

 

 

 

Ein bisschen Shopping, Hotpot Essen, Ramen. Und passend zu meinem „Alice“ Erlebnis waren wir auch im Restaurant „Alice in Wonderland“ im Shinjuku-ku District. Wer den Film liebt, muss da aufjedenfall hin! Die Atmosphäre, das Personal und das Essen ist vom Film inspiriert.

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Bevor unser Flieger zurück nach Düsseldorf flog, wollten wir eigentlich nochmal in ein Onsen und mal Sushi Essen gehen! Das hatten wir noch gar nicht geschafft. Mit dem Onsen hatte sich für mich leider erledigt, da ich meine Tage bekommen hatte. Also sind wir irgendwie ins Schwulendiscoviertel gerutscht. Haben ein bisschen die Stadt erkundet und nein, wir sind nicht Sushi Essen gegangen, weil DSC_0090ich Pepper Lunch gefunden hatte.

Pepper Lunch ist eine Südostasiatische Kette die Ihre Gerichte auf heißen Gussplatten serviert. Ergo du bekommst dein Fleischgericht roh und kannst es dir beliebig selbst garen, wie du es möchtest. Reis und Mais wird typisch mit auf der Platte serviert und reichlich Pfeffer angetan. Ich habe es versucht zuhause genauso zu würzen. Habe es aber nie geschafft. Wer Pepper Lunch in Asien mal findet – probiert es!

Ich würde nicht sagen, dass ich froh war endlich im Flieger zu sitzen, aber der 7 Tage Sprint durch Japan war doch sehr anstrengend. Ich will unbedingt nochmal hin und mir genug Zeit nehmen um alles zu sehen! Mehr in den Norden und unbedingt zu den Inseln in den Süden.

And all the Cute Stuff??

Ach so was ich gar nicht erwähnt habe. Japan trotz vor Niedlichkeit. Abgesehen von Hello Kitty und dem Alice Restaurant, gibt es in der Innenstadt von Tokio Gozilla, Eis  mit dem Gesicht von einem Chinesischen Sternzeichen, ggf. auch Ohren, Spielehallen sind überall zu finden. Anime / Manga ist stätig präsent. Verwahnung in der Bahn, an Haltestellen, Bussen oder öffentlichen Einrichtungen werden von Mangafiguren dagestellt. Die Geräuschtoilletten gibt es wirklich und sind in Tokio natürlich am witzigsten.

Wünsche, Anregungen, Erfahrungen in Japan gemacht? Lasst es mich wissen!

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