Concepción – Kultur und Waldbrände

Concepción war ganz groß in den Nachrichten wegen der Waldbrände und darüber wollte ich mir ein eigenes Bild machen. Daneben hat die Stadt zum Glück auch noch andere Reize!

Mitte März war Schluss mit arbeiten! Jetzt wird wieder gereist und richtig genossen, bis ich dann im Mai von Buenos Aires den Rückflug antrete. Mein nächstes Ziel war Concepción, da dort ein Freund meines Bruders gerade studierte. Und mein Geburtstag stand auch vor der Tür! Ich wollte aber auch gleich die Gelegenheit nutzen, mir die zerstörten Gebiete der Waldbrände im Januar zu machen.

Die Waldbrände

Jeder der selbst in Deutschland die Nachrichten verfolgt hat, hat mitbekommen, dass gut ein Monat die Wälder in Chile in Brand standen. Am stärksten betroffen war die Region BioBio. Concepcion, Los Angeles und alles in Umgebung. In Pucon, 7 Stunden weiter südlich, wurden sogar die Nationalparks geschlossen und campen wurde komplett verboten.

Am 16.03 verbrachte ich meinem Geburtstag im verbrannten Waldgebiet im Stadtteil Cosmito/Concepcion. Aus Neugier, aber auch, weil mich viele meiner Freunde gefragt haben, was denn hier in Chile grad los ist. Natürlich weiß ich auch, wie schnell sowas aus den deutschen Köpfen wieder verschwindet, sobald die Nachrichten aufhören zu berichten. Aber das ist wirklich ein ernstzunehmendes Thema. Also werde ich euch darüber berichten mit Inlanddetailles – Medien unverfälscht.

 

 

Zahlen und Fakten

Die Bränden fingen am 15 Januar an. Nach und nach wurden immer mehr Feuer gelegt. Die Gründe sind unklar. Viele glauben, dass die Mapuche, die Ureinwohner Chiles, dahinter stecken, da die Weingutverteilung in deren Aspekten ungerecht fällt und sie mehr Land wollen. Videos im Internet zeigen aber auch einfach irgendwelche Idioten, die die Brände legen.

Durch Wassertankflugzeuge aus Russland und Hilfestellung von xx hat es Chile endlich geschafft mitte Februar die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Und bis Ende Februar wüteten noch kleinere Feuer nähe Santiago, aber auch das wurde besiegt.

Insgesamt wurden 587.000 Hektar Wald zerstört. Das entspricht ungefähr der Metropole Santiago de Chile. 12 Menschen vielen den Bränden zum Opfer, darunter 3 Feuerwehrmänner und ein komplettes Dorf nähe Los Angeles wurde niedergebrannt und viele Häuser. 127 Brände wurden insgesammt gelöscht.

Der Schaden ist erschreckend. Als ich mich auf dem Gebiet befand, blieb mir nur die Luft stehen. Und ich war nichtmal im schlimmsten betroffenen Teil. Die Baumstümpfe sind schwarz, haben sich teilweise durch die Hitze eingerollte oder sind komplett eingebrochen. Mittlerweile wächst wieder grünes an dem Unfallort. Es war schön anzusehen, wie sich das Leben wieder aus dem verbrannten Boden kämpft.

Bitte bitte bitte, passt darauf auf. Mit Feuer in trockenen heißen Gebieten spielt man nicht. Chile hat uns gezeigt, wie es enden kann. Sowas sollte sich nicht nochmal wiederholen.

Leben kommt wieder

Penco

Penco liegt nördlich in Concepcion und fiel xx einem Tsunami zum Opfer. Mittlerweile sieht man nicht mehr viel von dem Schaden. Was blieb ist ein schöner, ein bisschen vermüllter Sandstrand. Außerhalb der Saison ist hier nicht viel los, aber im Sommer geht’s rund. Was für mich kaum vorzustellen war. Der Strand war leer. Die Restaurants alle geschlossen. Keine Strandbuden, kaum Menschen. Die Schulkinder laufen auf den Schienen. Der Zugbetrieb wurde eingestellt.

Museen

Ansonsten ging es für mich nur ins Kulturgebiet. Drei kleine schöne Museen habe ich besucht. Das Historia de Concepción Museum im Park Ecuador war mein erstes Ziel. Das Museum ist wirklich klein. Nachgebaute Szenarien zeigen die Geschichte Concepcións bis zum heutigen Stand. Angefangen mit der Einwanderung der Spanier über die Entwickelung der Stadt und dem Tsunami 2010, der größten Teils alles zerstört hat.

Im Park steht übrigens auch eine Gedenkstatue as Anerkennung Ihrer Leistung.

La ciudad de Concepción a su cuerpo de bomberos en reconocimiento a su valor y espiritu de servicio.“ – Dec. 2016

Die Stadt Concepcion an das Feuerwehrteam in Anerkennung an Ihrer Dienstcourage und -geist.

 

 

Danach ging es ins Casa del Arte. Schon wenn man reinkommt, begrüßt einem ein außergewöhnliches Gemälde. In der oberen Etage findet man weitere Gemälde von Schülern, der Universität der Stadt. In der unteren Etage finden Künstlerausstellung statt.

Historia Natura Museum

Das wurde wirklich für Kindern zum Lernen gemacht. Außerhalb des Museums gibt es einen Dinosaurierspielpark, wo man Little Food und seine Freunde findet. Rexy mit eingeschlossen.

Im Museum wird man über die Entstehung der Erde, welche Planet sich in unserem Sonnensystem befinden informiert. Auch wie ein Fossil entsteht oder welche Wucht Naturkatastrophen auf die Umwelt haben. Man kann sich viele Fossilien aus den Meeren anschauen. Im Nebenraum gibt es noch eine Tieraustellung und Gegenstände, die die Mapuche damals benutzt haben.

Mehr habe ich eigentlich nicht zu informieren. Die Hostels waren sehr teuer. Allgemein ist es niciht sehr touristisch in Concepción. Wart ihr schon einmal da? Oder habt ihr etwas von den Waldbränden mitgbekommen? Schreibts mir in die Kommentare :)! 

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